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Revitalisierung der Gasometer C und D

Foto: Gasometer Wien: Außenaufnahme der vier hintereinander stehenden Türme
Daten und Fakten
Firma PORR Projekt und Hochbau AG in Arbeitsgemeinschaft
AuftraggeberGESIBA, SEG Stadterneuerungs- und Eigentumswohnungsgesellschaft m.b.H., GASOMETER-MALL Errichtungs- und Betriebsges.m.b.H.
Stadt/LandWien - Österreich
Projektart Revitalisierung
Bauzeit04.1999 - 07.2001

Altes und neues Wahrzeichen von Wien Simmering

Ende März 1999 erhielt die PORR in Arbeitsgemeinschaft als Generalunternehmer den Auftrag für die Revitalisierung der Gasometer C und D im 11. Wiener Gemeindebezirk. Die Arbeiten umfassten die weitgehend schlüsselfertige Errichtung des gesamten Komplexes mit Außenanlagen und einem angeschlossenen Kindertagesheim.

Die Gasometer C und D mit einer lichten Innenhöhe zwischen Bodenplattenoberkante und Kuppelunterkante (im Scheitel) von ca. 70 m wurden als multifunktionale Objekte konzipiert. So wurden im Gasometer D zwei Garagengeschosse, sechs Archivgeschosse, unterbrochen von zwei Geschäftsgeschossen, ein Technikgeschoss und im oberen Bereich acht Wohngeschosse errichtet. Auf der Ebene der zwei Geschäftsgeschosse besteht eine Verbindung zu den gewerblichen Flächen des Gasometers C (ebenfalls zwei Ebenen), unter denen fünf Garagengeschosse angeordnet sind. Über den Geschäftslokalen im Gasometer C befinden sich drei Bürogeschosse und darüber wieder sechs Wohngeschosse.

Die Gründung erfolgte auf der bestehenden Bodenplatte in Form von Fundamentriegeln als Flachgründung. Der Rohbau wurde als Ortbetonkonstruktion mit Halbfertigteilen in Betongüten von B 400 bis B 600 konzipiert. Die knappe Bauzeit für das Gesamtobjekt ergab einen Rohbau-Geschosstakt, der in Koordination mit den zu erbringenden Schneide- und Abbrucharbeiten der bestehenden Hüllen auf eben diese Schnittstellen abzustimmen war. Die gesamte Rohbauzeit betrug zwölf Monate. 

Die umfangreichen Ausbauarbeiten gingen weit über die üblichen Gewerke von Baumeistern, Haustechnik und sonstigen Professionisten hinaus. Sie umfassten zudem die De- und Wiedermontage der Kuppelkonstruktion, Seilschneidearbeiten in der Bestandshülle, Abbrucharbeiten des geschnittenen Materials sowie die Sanierung der Bestandsfassade.

Die Übergabe der Nutzungsbereiche erfolgte abschnittsweise ab Mai 2001, fertiggestellt war das Gesamtobjekt im Juli 2001.

  • Bruttogeschossfläche: 97.000 m2
  • Nutzfläche: 62.000 m2
  • Beton: 45.500 m2
  • Bewehrung: 5.300 t