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S 10 Mühlviertler Schnellstraße, Tunnel Götschka

Foto: Tunnel Götschka: Baustellenansicht: Baumaschinen am Tunneleingang
Daten und Fakten
Firma PORR Bau GmbH
AuftraggeberASFiNAG Bau Management GmbH
Stadt/LandNeumarkt - Österreich
Projektart Tunnelbau, Betondeckenbau
Bauzeit11.2011 - 12.2015

1.200.000 m³ Ausbruch als Rohstoffquelle

Der Ende 2015 fertiggestellte Tunnel Götschka liegt auf der Mühlviertler Schnellstraße (S10) zwischen Unterweitersdorf und Freistadt. Auf einer Länge von 22 km verfügt dieser Streckenabschnitt der S10 über vier Tunnel, vier Unterflurabschnitte und eine Reihe von Kunstbauten, die innerhalb einer Bauzeit von vier Jahren erfolgreich umgesetzt wurden. Bei dem Bauvorhaben handelte es sich um den größten Einzelbauauftrag der österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFiNAG) seiner Zeit.

Entsprechend der Größe des Projekts fiel beim Bau des Tunnels Götschka eine enorme Menge an Ausbruch- und Aushubmaterial an. Die Entsorgung von insgesamt 1.200.000 m³ stellte eine massive Herausforderung dar. Die PORR begegnete dieser, indem sie den dafür geeigneten Materialanteil zu hochwertigem Spritz- und Konstruktionsbeton verarbeitete. Mit Hilfe einer Kieselaufbereitungsanlage konnten Gesteinskörnungen für Beton, ungebundene Tragschichten und Filterschichten wiederverwertet werden. Das führte auch dazu, dass weniger Kies, Deponieflächen und Transportwege benötigt wurden. Und schließlich wirkte sich auch die geringere Lärm-, Staub- und Luftbelastung positiv aus – sowohl für die Anrainer, als auch auf die Klimabilanz des Bauvorhabens.

Fakten zum Bau des Tunnels Götschka:

  • Gesamtlänge: rund 4,4 km
  • Zweiröhriger Ausbau bestehend aus einer 3,5 km langen Weströhre mit zwei Fahrstreifen in Richtung Linz sowie einer 3,5 km langen Oströhre in Richtung Prag, die aufgrund einer Steigung von 3,6 % mit zwei Fahrstreifen ausgebaut wurde
  • Variabler Achsabstand zwischen den beiden Richtungsröhren: 17 bis 45 m
  • Lüfter- und Betriebsgebäude an den Portalen
  • Kurze, offene Bauweisen mit Längen zwischen 18,50 m am Südportal und 43,50 m am Nordportal
  • Die Betriebszentrale am Nordportal, Betriebsstation am Südportal