Zum Inhalt springen

Trinkwasser-Transportleitung Aqua Burgenland Sopron, Abschnitt Neudörfl-Rohrbach

Foto: zwei Bagger bei Arbeiten an der Trinkwasser-Transportleitung Aqua Burgenland Sopron im Bereich Sigleß im burgenländischen Flachland
Daten und Fakten
Firma PORR in Arbeitsgemeinschaft
Auftraggeber Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland
Stadt/Land Burgenland - Österreich
Projektart Leitungsbau
Bauzeit 11.2014 - 07.2017

Wasser marsch im Dreiländereck.

Die grenzüberschreitende Region zwischen Wien, Eisenstadt, Sopron, Györ und Bratislava entwickelt sich gesellschaftlich, wirtschaftlich und touristisch sehr dynamisch. Um deren Trinkwasserversorgung auch zukünftig sicherzustellen, wurde das EU-Projekt Aqua Burgenland Sopron ins Leben gerufen. Der erste Projektabschnitt führt von Neudörfl bis Rohrbach bei Mattersburg.

Archäologische Funde und Kampfmittelerkundung.

Vor Beginn der Bauarbeiten war aufgrund von Verdachtsflächen die archäologische Freigabe des Baufelds erforderlich. Erster Schritt für eine entsprechende Untersuchung war das vorsichtige Abtragen des Mutterbodens. Dabei kamen wie erwartet in Teilbereichen archäologische Funde zu Tage. Zudem untersuchten Archäologinnen und Archäologen den Boden auf Kriegsrelikte. Diese eingeplanten Vorabuntersuchungen waren Grundvoraussetzung für einen reibungslosen Baufortschritt. 

Anspruchsvoller Leitungsbau.

Die Transportwasserleitung wurde in offener Bauweise errichtet. Aufgrund der Notwendigkeit von ausgeprägten Hoch- und Tiefpunkten musste der vorgegebene Längenschnitt genau eingehalten werden. Die Verlegetiefe variierte dabei zwischen 2,2 m und knapp 6 m.

Die Verlegung der Leitungstrasse wechselte zwischen befestigten, hochrangigen Straßenbereichen, Gemeindestraßen, Güter- und Schotterwegen sowie Ackerflächen. Entsprechende Erschwernisse präsentierten sich in der Aufrechterhaltung des Verkehrs, eingeengten Baufeldern oder schwierigen Boden- und Grundwasserverhältnissen. Im Zuge der Arbeiten wurden zwei ÖBB-Bahnstrecken, drei Schnellstraßen und drei Landstraßen aufgrabungsfrei gequert – im Bereich Neudörfl etwa mittels Microtunnelingverfahren. Ebenfalls im Auftragsumfang enthalten waren sämtliche Entleerungs-, Entlüftungs- und Schieberschächte entlang der Trasse.